
Kronen Zeitung
SÖNDERGAARD JUBELTE
Ein Sieg zum Einstand! „Das war sehr wichtig“
Österreichs Frauen feierten mit dem 1:0 in Wien gegen Slowenien den ersten Sieg in der WM-Quali. Goldtorschützin Naschenweng und Co. bescherten so Neo-Teamchef Söndergaard ein ideales Debüt – und sprangen auf den dritten Gruppenplatz, der einen leichteren Weg im Play-off für Brasilien 2027 bringt.
Applaus von den Rängen, Jubel auf dem Rasen – Österreichs Frauen holten mit Neo-Teamchef Lars Söndergaard ein Heim-1:0 gegen Slowenien, so den ersehnten ersten Sieg nach sechs sieglosen Auftritten und einen womöglich sehr bedeutenden für das WM-Play-off. „Das war sehr wichtig und gibt Selbstvertrauen. Wir hatten den Plan, möglichst viele Spielerinnen in den Strafraum zu bringen,. Dann sind die Chancen auf Tore größer. Am Ende wurde es nochmals spannend.“
Österreich fand beim 250. Frauen-Länderspiel in der ÖFB-Geschichte gut in die Partie, hatte bei der Premiere in neuen Stadion des Wiener Sportclubs durch D’Angelo zwei Abschlüsse. Doch so ging’s vor 3350 Fans nicht weiter. ÖFB-Boss Pröll, Geschäftsführer Hollerer, Ex-Teamchefin Fuhrmann, Austrias Frauen-Doublesieger-Coach Kenesei, Veilchen-Bomber Eggestein oder die rekonvaleszente Zadrazil sahen, wie die Sloweninnen zu guten Chancen kamen – ehe kurz vor der Pause ein Raunen durch das Stadion ging: Campbell traf die Stange (42.). „Ein abwechslungsreiches Spiel, es macht Spaß zuzuschauen“, befand Josef Pröll in der Pause. „Ich bin optimistisch für die zweite Halbzeit.“
Er sollte recht behalten. Bayern-Legionärin Kathi Naschenweng, gegenüber dem 0:0 zuletzt gegen Deutschland wie Kapitänin Puntigam, Hillebrand und Hickelsberger neu in der Startelf, traf in der 54. Minute wuchtig zur 1:0-Führung – die erste überhaupt, zugleich das erst zweite rot-weiß-rote Tor im fünften Quali-Spiel. Da gab’s „Österreich“ und „Immer wieder, immer wieder...“-Sprechchöre. Naschenweng hatte auch das 2:0 am Fuß, traf in der 72. Minute die Latte. Der höhere Vorsprung wäre beruhigend gewesen.
Am Ende blieb’s trotz Gäste-Lattenschuss durch Krizaj beim 1:0-Sieg. „Wir wollten nichts anbrennen lassen, haben es gut hinbekommen“, so Naschenweng. „Das war ein Erfolg des gesamten Teams und sehr befreiend.“ Vor allem, weil man Slowenien den dritten Gruppenplatz abrang, der ein „leichteres“ Play-off für die WM 2027 in Brasilien bringt. Am Dienstag geht’s noch nach Norwegen.
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